Drei Viertel der Wohnhäuser in Deutschland wurden vor 1978 – und damit vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung – errichtet. In der Regel verbrauchen sie mehr als doppelt so viel Energie für Heizung und Warmwasser als vergleichbare Neubauten. Bei konsequenter energetischer Sanierung können die Effizienzhäuser einen Standardneubau, der den aktuellen gesetzlichen Vorgaben entspricht, in Sachen Energieverbrauch nochmals um die Hälfte unterbieten. Führt man sich vor Augen, dass rund ein Viertel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland auf Heizung und Warmwasser entfüllt, kann man erahnen, welche Sparpotenziale noch unter den Dächern von Deutschlands Altbauten schlummern.
Der bundesweite “Tag der Energiespar-Rekorde” am 10. Oktober zeigt, welche Möglichkeiten des energieeffizienten Sanierens und Bauens es heute gibt. Interessierte können sich davon im Rahmen des Aktionstags selbst ein Bild machen. Denn zukunftsweisend energieeffizient sanierte oder neu errichtete Gebäude öffnen an diesem Tag ihre Pforten (Adress- und Veranstaltungsverzeichnis sowie Registrierung für Hausbesitzer unter www.energiespar-rekorde.de). Eigentümer von vorbildhaft sanierten Ein- und Mehrfamilienhäusern, Kindergärten oder Museen können mit ihrem Objekt aktiv teilnehmen. In kurzen Führungen erfahren die Besucher die wichtigsten technischen und baulichen Besonderheiten des Bau- oder Modernisierungsprojekts, im Anschluss gibt es Gelegenheit zum Austausch mit Architekten, Planern, Energieberatern und Hausbesitzern.
